Connection
Gedanken Des Monats

Impulse für den Alltag


Hier finden Sie jeden Monat ein paar Zeilen, die Ihnen helfen sollen, im Alltag eine kurze Pause einzulegen und über Gott und die Welt nachzudenken. Wir wünschen Ihnen viel Segen und persönlichen Gewinn beim Lesen.

Austrocknungsgefahr!

"Erst wenn der Brunnen trocken ist, schätzt man das Wasser."

Arabisches Sprichwort

Trockenheit

Liebe Leserinnen und Leser,

der menschliche Organismus funktioniert nur durch die Zufuhr von Flüssigkeit. Dieses angeborene Bedürfnis stillen wir automatisch. Ganz besonders wird uns dieser Kreislauf des Lebens vor Augen geführt wenn das neugeborene Kind sich an der Mutterbrust zum ersten Mal satt trinkt.

Doch wir Menschen, haben nicht nur im Natürlichen Durst, sondern auch in unsere Seele ist dieser Durst nach Leben hineingelegt. Dieser Drang nach Erfüllung, nach Liebe, nach Annahme, nach tiefer Gemeinschaft, nach innerem Erfüllt-Sein, ist Teil unserer menschlichen Existenz. Es scheint so, als ob in uns ein Tank ist, der tatsächlich leer laufen kann und der immer wieder aufgefüllt werden muss. Wenn unser „Liebestank“ nicht regelmäßig aufgefüllt wird, können wir tatsächlich innerlich austrocknen.

Auch geistliches Leben kann austrocknen, da müssen wir nur in unser Land schauen und unseren Kontinent Europa betrachten mit großen und herrlichen Kirchen und Gotteshäusern, die oft nur noch von wenigen Menschen besucht werden. Eine große geistliche Dürre wird da sichtbar. Doch das muss nicht so bleiben!

Jesus rief am letzten Tag des Laubhüttenfestes: „Wenn jemand Durst hat, komme er zu mir und trinke! Wer an mich glaubt aus dessen Leib werden wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen.“ Damit meinte er den Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten. (Johannes 7, 37 - 39). Und in Offenbarung 22,17 lesen wir diese Worte in ähnlicher Form wieder. Wir sind eingeladen, zu Jesus zu kommen, von ihm zu trinken und das Wasser des Lebens zu nehmen, welches er umsonst gibt.

Interessant ist, dass Jesus nach einer Fastenzeit von 40 Tagen erfüllt mit der Kraft des Heiligen Geistes aus der Wüste kam und sein Leben fortan zum Segen für Tausende wurde. Der Heilige Geist ist derjenige, der jeglicher Austrocknung entgegenwirkt. Er ist der Initiator, der Motor, die Quelle und der Schöpfer dieses von Gott geschenkten Lebens, welches uns Menschen in der Beziehung zu Jesus Christus geschenkt ist.

Was passiert wenn geistliches Leben zu pulsieren beginnt? Wenn der Strom des Heiligen Geistes in uns noch stärker fließt, wird es nicht lange dauern, bis geistliches Leben in einer noch größeren Dimension entsteht. Dann wird ausgedörrtes Land wieder neu zu blühen beginnen. Die Durstigen werden in die Kirchen und Gemeinden kommen, weil sie dort diesen lebenspendenden Strom seiner Gnade, Liebe, Vergebung, Kraft und Gegenwart noch stärker sehen, spüren und schmecken werden.

Im Gebet schenkt uns Gott einen großartigen Zugang zur Quelle eines geistlichen Lebens. Daher wollen wir uns im Jahr 2020 im Besonderen diesem Leben mit und aus Gott zuwenden. Unter dem Motto „Komm, Heiliger Geist!“ möchten wir zum Jahresauftakt die Gebets- und Fastentage nutzen, dieser Fülle und diesem Segen ganz persönlich, aber auch als Gemeinde noch mehr auf die Spur zu kommen.

Wenn es irgendwie möglich ist, blockt Euch diese Woche vom 27.01. bis 01.02.2020 als eine persönliche Rüstzeit mit Gott. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir in dieser Woche unseren Fokus darauf richten sollten.

Wir leben in unglaublich spannenden Tagen und ich glaube es sind besondere Zeiten angebrochen, in denen wir uns als Gemeinde und Gläubige auf- und bereit machen sollten, Jesus mit „gefüllten Lampen“ (Matthäus 25, 1-13) entgegen zu gehen.

Herzliche Segensgrüße

Michael Knospe

Michael Knospe