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Gedanken Des Monats

Impulse für den Alltag


Hier finden Sie jeden Monat ein paar Zeilen, die Ihnen helfen sollen, im Alltag eine kurze Pause einzulegen und über Gott und die Welt nachzudenken. Wir wünschen Ihnen viel Segen und persönlichen Gewinn beim Lesen.

WunderWerk Wald

"Betrachte jeden Baum und merke, auf jedem Baum ist jedes Blatt ein Blatt von einem Buch, darin der der Stärke die Schöpfung aufgezeichnet hat."

Saadi, persischer Dichter (1210 - 1292)

Liebe Leserin, lieber Leser,

Christen und Bibelleser wissen, dass Gott der Urheber des Weltalls und des Planeten Erde ist, und dass er seine wunderbare Schöpfung uns Menschen anvertraut hat, um über sie zu herrschen, sie zu bearbeiten und sie zu bewahren (1. Mose 1,28; 2,15). Es ist ein Unterschied, ob ich davon ausgehe, dass Gott die Welt letztlich in seiner Hand hält und ich ihm persönlich für mein Handeln verantwortlich bin – oder nicht.

Vielen ist aber der Glaube an Gott den Schöpfer abhanden gekommen, und darum brauchen sie etwas anderes, das größer ist als sie selbst, um im Notfall Rettung zu erlangen. Die Hoffnung auf den „Humanismus“ hat sich dabei erledigt, denn sie wurde durch grausame atheistische Ideologien der Moderne zerstört. In der Postmoderne scheinen keine verbindlichen Wahrheiten mehr übrig zu sein.

Jeder Mensch braucht aber etwas Höheres, um sich seiner selbst zu vergewissern, und wer Gott nicht anbetet, vergöttert schließlich Anderes: Materielle Dinge, berühmte Menschen, spirituelle Ideale. Doch alles das sind sehr vage Größen, nichts davon ist gesichert und für alle bindend. Als Konstante bleiben schließlich noch unsere natürlichen Lebensgrundlagen wie das Klima.

Dem postfaktischen Menschen ohne Gott bleibt also nur die Natur selbst, vor der er sich auf diffuse Weise schuldig fühlt und gegenüber der er irgendwie Wiedergutmachung leisten zu müssen glaubt. Tragischerweise führt die zunehmende Gottlosigkeit im Land der Reformation allmählich zu einer neuheidnischen Naturverehrung, die man einer gebildeten und „aufgeklärten“ Nation gar nicht zugetraut hätte.
Irgendjemand muss ja den Preis für die Ungerechtigkeiten in der Welt bezahlen, und wer den Heiland nicht kennt, will die Erde eben selber heilen. Zum Beispiel Wald: Dem Extrem des rücksichtslosen Raubbaus durch Rodung in manchen Erdteilen stellt man das Extrem des kompletten Nutzungsverzichts bei uns hier entgegen, um quasi bei der Umwelt wieder etwas gut zu machen. Beides sind Irrwege, die dem Schöpfungsauftrag Gottes nicht gerecht werden.

Eine sinnvolle Bewirtschaftung in Verantwortung vor Gott bringt langfristig Segen und Wohlergehen für Mensch und Natur. Im Wald wird das besonders deutlich: Ihn durch vernünftige Holznutzung zu gestalten und zu entwickeln halte ich für eine großartige und reizvolle Aufgabe, weil er sein kreatives Potenzial dadurch besonders gut entfalten kann.

Am Wald wird Gottes geniale Schöpfung erkennbar, die wir Menschen voller Dankbarkeit bestaunen dürfen, aber auch „bearbeiten und bewahren“ sollen. In meinem Film über das Forstrevier Lorch kommt diese Perspektive zum Ausdruck. Die Dokumentation „WunderWerk Wald – Ein Jahr im Forstrevier“ ist aktuell als DVD erhältlich; der Text dazu liegt als Broschüre und PDF vor.

Der Film kann auch im Internet hier abgerufen werden (Externer Link):
WunderWerk Wald.
Allen, die sich für einen Blick hinter die Kulissen des Waldes interessieren, viel Spaß damit!

Herzlich

Frank Simon

Frank Simon