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Gedanken Des Monats

Impulse für den Alltag


Hier finden Sie jeden Monat ein paar Zeilen, die Ihnen helfen sollen, im Alltag eine kurze Pause einzulegen und über Gott und die Welt nachzudenken. Wir wünschen Ihnen viel Segen und persönlichen Gewinn beim Lesen.

Verborgene Realität

"Manch einer arbeitet unermüdlich an seinem äußeren Bild und vernachlässigt dabei den inneren Frieden."

Pascal Lachenmaier, Schweizer Jurist

Spiegelbild

Bild von louis auf Pexels

Liebe Leserinnen und Leser,

gibt es eine unsichtbare Realität? Als meine Mutter im Alter von 87 Jahren vor einigen Jahren starb, bekam ich ein sehr starkes inneres Bild. Ich sah meine Mutter an einem sehr schönen friedvollen Ort mitten in einer blühenden Wiese an dem ein langer Tisch stand. Um den Tisch waren viele Stühle gestellt. Sie deckte fröhlich den Tisch und schrieb mit ihrer Handschrift Namenskarten für jeden einzelnen Platz. Auf die Karten schrieb sie die Namen aller ihrer Lieben. Das innere Bild war so eindrücklich, dass der Gedanke, ob das alles Einbildung war, schnell verflog. Gott gab mir einen Einblick in die unsichtbare Realität. Wenn ich heute an meine Mutter denke, habe ich nur positive Bilder. Sie hat das Ziel erreicht. Sie ist in Gottes Herrlichkeit und ich werde sie wiedersehen.

Menschen aller Epochen und Kulturen glauben, dass es neben der sichtbaren Realität eine unsichtbare Realität gibt. Wiedergeborene Christen wissen durch die Aussagen von Jesus, dass sein Reich schon angebrochen ist. Jesus sprach ständig vom „Königreich der Himmel“ Matth 3,2, das im Begriff ist anzubrechen. Wiedergeborene Christen haben jetzt schon Zugang zu dieser unsichtbaren Realität. „Wer an Jesus glaubt und durch Taufe und Bekehrung „von neuem geboren ist“, der kann das Reich Gottes sehen (Joh 3, 3). Durch Jesus haben wir sogar einen Platz in dieser geistlichen Realität bekommen. Er hat uns mit Christus vom Tod auferweckt, und durch die Verbindung mit Christus haben wir schon jetzt unseren Platz in der himmlischen Welt erhalten (Eph 2, 6 HFA).

Ist uns bewusst, dass wir jetzt schon einen Platz in der himmlischen Welt haben? Wenn wir im Gebet zu Gott kommen, dann dürfen wir wissen, dass wir direkt vor ihm stehen. „Lasst uns also voll Zuversicht hingehen zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen und Gnade finden und so Hilfe erlangen zur rechten Zeit. (Hebr 4, 16) Gott wird dir in deinem Leben Gnade und die notwendige Hilfe schenken. Gott schenkt uns diesen Zugang durch die Augen des Glaubens.

Eine der wichtigsten Fähigkeiten des Menschen ist sein Vorstellungsvermögen. Sportler wie z.B Skiabfahrtsläufer nutzen diese Fähigkeit um sich für den Abfahrtslauf vorzubereiten. Sie durchlaufen in ihren Gedanken die Abfahrtsstrecke mehrmals, damit sie im Vorfeld wissen wie sie auf die schwierigen Teile der Rennstrecke reagieren müssen. Der eigentliche Abfahrtslauf ist nur noch die Ausführung dessen, was innerlich schon gespeichert ist.

Innere Bilder haben Kraft und Macht. Mit den Augen des Glaubens sehen wir Bilder die Gott groß machen. Sie stärken unseren Glauben gerade dann, wenn wir in großen Schwierigkeiten stehen. Das Leben ist zerbrechlich und Krisen kommen. Deshalb sollten wir vorbereitet sein und wissen, woher unser wahrer Halt kommt.

Lasst auf uns Acht geben mit welchen Bildern wir unseren Geist füllen. In seinem Wort finden wir sehr schöne Bilder. Sie führen uns in die Freiheit, die von Liebe, Freude und Zuversicht geprägt ist.

Ich wünsche uns ein Leben in Freiheit mit vielen schönen Bildern.

Herzliche Segensgrüße

Gunter Dongus

Gunter Dongus