Connection
Gedanken Des Monats

Impulse für den Alltag


Hier finden Sie jeden Monat ein paar Zeilen, die Ihnen helfen sollen, im Alltag eine kurze Pause einzulegen und über Gott und die Welt nachzudenken. Wir wünschen Ihnen viel Segen und persönlichen Gewinn beim Lesen.

Vertraue Gott - er geht mit Dir durch jede Krise

Gott erwartet nicht, dass wir ihn verstehen, sondern dass wir ihm vertrauen.

Detlev Fleischhammel

Liebe Leserinnen und Leser,

ging es Euch auch schon so wie mir? Man steht plötzlich wie aus heiterem Himmel vor großen Herausforderungen. Man wird überrascht von Schwierigkeiten, die einem den Boden unter den Füßen wegnehmen wollen. Der Puls steigt und die Gedanken kreisen nur noch um das Problem. Je bedrohlicher das Problem, umso stärker macht sich Angst breit. Es gibt viele schwere Lebenssituationen wie z.B. Krankheiten, Unfälle oder ein geliebter Mensch stirbt unerwartet, aber auch plötzlicher Arbeitsplatzverlust, im Studium eine wichtige Prüfung nicht bestanden oder man wird vom Ehepartner verlassen...

Und so könnte ich noch viele schwere Herausforderungen aufzählen.

Als Neunjähriger verlor ich durch einen kleinen Streit mit meinem Bruder meine Augenlinse. Mein Bruder warf einen gesplitterten Bambusstab nach mir, der mir voll ins Auge ging. Ich kam in die Augenklinik nach Tübingen und blieb dort vier Wochen. Danach konnte ich nur noch mit einer starken Kontaktlinse sehen. Als ich 24 Jahre alt war studierte ich Produk-tionstechnik. Eigentlich hatte ich ganz gute Noten, aber in einem Fach schaffte ich die Prüfung nicht. Der zweite Versuch ging ebenfalls in die Hose. Der dritte Versuch (die letzte Chance – ich war bereits im vorletzten Semester) musste klappen. Ansonsten konnte ich mein Studium an den Nagel hängen. Nach dem dritten Versuch kam ich aus dem Prüfungszimmer heraus und dachte es ist aus. Ich hatte Panik. Gedanklich ging ich die Aufgaben durch und musste feststellen, dass ich kaum eine Aufgabe richtig gelöst hatte. Mir kamen die Tränen. Ich wollte doch Tabea (meine heutige Frau) heiraten, eine Familie gründen und dazu brauchte ich einen Job um Geld zu verdienen. In der dreimonatigen Wartezeit auf das Prüfungsergebnis wurde ich an den Punkt geführt, Gott ganz zu vertrauen. Nicht zu vertrauen, dass ich die Prüfung bestehen würde, sondern ihm mein Leben anzuvertrauen, egal was passieren sollte. Ich wurde ruhig und spürte einen tiefen Frieden in mir. Ich sagte zu Gott: „ Wenn mein Studium hier zu Ende sein sollte, dann hast du für mich einen besseren Weg.“ Wie durch ein Wunder bekam ich die Note 3,7 und hatte somit die Prüfung bestanden. Und so könnte ich mit weiteren Beispielen von großen Herausforderungen/Prüfungen fortfahren. Die Lungenkrankheit meiner Frau, Herausforderungen mit Kindern, oder die Erblindung meines rechten Auges durch eine Netzhautablösung...

Im Rückblick darf ich erkennen, dass ich nie allein war. Mein liebender himmlischer Vater war immer bei mir. Trotz dieser Herausforderungen – oder vielleicht gerade deswegen – entwickelte sich ein tiefes Vertrauen zu meinem himmlischen Vater. Auch wenn ich mir manches anders gewünscht hätte. Ich erfuhr seine Gegenwart immer wieder so stark und hörte seine Stimme, die sagte: „Lass dir an meiner Gnade genügen“. Und diese Gnade überwiegt weit die Schwere der Prüfungen und ich darf den Segen Gottes jeden Tag aufs Neue spüren und erleben.

Lieber Leser, ich möchte Dir Gottes Liebe zusprechen. Gerade wenn Du viel Schweres erleben musst, will Gott Dir ganz nahe sein. Am treffendsten drückt es der Psalm 23, geschrieben von David, aus:

„Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern. Er erquickt meine Seele. Er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen. Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über. Nur Güte und Gnade werden mir folgen alle Tage meines Lebens; und ich kehre zurück ins Haus des HERRN lebenslang.“

Ich wünsche Dir die Nähe Gottes gerade in Deinen schweren Zeiten.

Herzliche Segensgrüße

Gunter Dongus

Gunter Dongus