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Gedanken Des Monats

Impulse für den Alltag


Hier finden Sie jeden Monat ein paar Zeilen, die Ihnen helfen sollen, im Alltag eine kurze Pause einzulegen und über Gott und die Welt nachzudenken. Wir wünschen Ihnen viel Segen und persönlichen Gewinn beim Lesen.

Angsthase

Ängstlichkeit nimmt nicht dem Morgen seine Sorgen, aber dem Heute seine Kraft.

Charles Haddon Spurgeon, englischer Baptistenprediger

Liebe Leserinnen und Leser,

Es soll ja Menschen geben, die von Natur aus mutig und unbekümmert sind, die sich furchtlos in jedes Abenteuer stürzen. Gehört ihr auch dazu? Dann ist das klasse!

Ich gebe zu, ich selbst bin eher der Typ „Angsthase“. Wenn der PC nicht mehr startet (hatte ich schon mal thematisiert...), wenns am Körper irgendwo zwickt oder wenn ich ein unangenehmes Telefonat führen muss, dann kann das bei mir schon mal für Schweißperlen auf der Stirn oder krampfartige Bauchschmerzen sorgen. Ganz nach „Murphys Law“ male ich mir dann oft die schlimmsten Szenarien aus. Ich weiß, dass das nicht besonders hilfreich ist, aber einfach abstellen lässt sich das auch nicht.

Eigentlich sind die körperlichen Auswirkungen von Angst ja positiv: Wenn Herzfrequenz und Blutdruck steigen, die Aufmerksamkeit erhöht ist, die Muskelanspannung steigt und Energie bereitgestellt wird, dann wird unser Körper in gefährlichen Situationen für einen Kampf oder eine Flucht vorbereitet. Das kann im Ernstfall unser Leben retten.

Zugegeben: Als Europäer im 21. Jahrhundert werden wir nicht allzu oft mit Säbelzahntigern oder ähnlichen Gefahren konfrontiert. Unsere Ängste sind meist subtiler: Klimawandel, Umweltverschmutzung, Feinstaub, Terror, Bürgerkriege... Aber auch ganz persönlich: Prüfungsangst, Angst, vor einer großen Menschenmenge zu reden, Angst, den Job zu verlieren, Angst vor Spinnen oder engen Räumen, vor der Dunkelheit, schwerer Krankheit oder vor dem Tod. Angst ist ein ständiger Begleiter unseres Lebens.

Leider können Ängste auch so groß und bedrohlich werden, dass sie unser Leben stark beeinträchtigen oder zerstören. Zwänge, Panikattacken, Angstörungen oder Psychosen nehmen immer mehr zu. Dauernde Angst macht krank. Der geflügelte Satz „Angst essen Seele auf“, bringt das treffend auf den Punkt. Angst raubt uns Energie, nimmt uns die Freude am Leben und frisst Stück für Stück unser Innerstes auf. Das ist tragisch.

Was sagt uns Gottes Wort? Es gibt unzählige Stellen in der Bibel, die uns dazu auffordern, keine Angst zu haben. Vom 1. Mose bis hin zur Offenbarung ruft uns Gott zu: „Fürchte dich nicht“.

„Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegegeben...“ (2. Tim. 1,7) | „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir“ (Jesaja 41,10) | Seid nicht bekümmert, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke. (Nehemia 8,10) | „Seid getrost und unverzagt, fürchtet euch nicht...“ (5. Mose 31,6) | In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden (Joh. 16,33)

Ich finde es ungemein tröstlich, dass Gott meine persönlichen Ängste kennt und diesen begegnen will. Deshalb sagt er mir: Hey, entspann dich! Du hast keinen Grund, Angst zu haben. Ich bin doch bei Dir. Ich helfe Dir, verlass Dich auf mich. Am Ende wird alles gut!. Dass ist für mich ein unglaublich starker Aspekt von Gottes Zusagen und Verheißungen.

Gottes Plan ist, dass ich angst- und sorgenfrei leben kann, indem ich ihm vertraue. Allzuoft vergesse ich, dass ich einen starken, allmächtigen Gott habe, dem alle Dinge möglich sind. Mit Gott im Boot gibt es keinen Grund für Ängste. Das darf ich immer wieder neu realisieren.

Herzliche Segensgrüße

Dietmar Schwarz

Dietmar Schwarz