Connection
Gedanken Des Monats

Impulse für den Alltag


Hier finden Sie jeden Monat ein paar Zeilen, die Ihnen helfen sollen, im Alltag eine kurze Pause einzulegen und über Gott und die Welt nachzudenken. Wir wünschen Ihnen viel Segen und persönlichen Gewinn beim Lesen.

Fette Beute!

Wo Begeisterung zum Vorschein kommt, verschwindet Gleichgültigkeit.

Ernst Ferstl, österreichischer Aphoristiker

Liebe Freunde und Besucher,

es war der Montagabend während der ProChrist- Woche im März. Das Thema lautete: „...Gott will mich“. Der Verkündiger streifte in seinen Ausführungen dabei kurz auch das bekannte Gleichnis vom verlorenen Sohn in Lukas 15. Sicher eines der bekanntesten Gleichnisse im Neuen Testament. Jesus verwendet es, um die Liebe Gottes zu uns Menschen zu veranschaulichen. Viele kennen dieses Gleichnis. Ich selbst habe es schon zig-mal gelesen und ungezählte Predigten darüber gehört.

Und doch passierte etwas Eigenartiges in diesem Moment. Der Redner kommt zu der Reaktion des Vaters, als er den reumütig heimkehrenden Sohn kommen sah (Dieser sah ihn schon von weitem kommen;). Dabei erwähnt er, dass der Vater ihm entgegenlief (...voller Mitleid lief er ihm entgegen... Lukas 15, 20 NGÜ). Da war es mir, wie, wenn ich genau diesen einen kurzen Halbsatz noch nie gehört hätte und vor allem in seiner Bedeutungstiefe noch nie so gesehen und begriffen hätte. Plötzlich, in einem kurzen Augenblick, habe ich völlig neu verstanden, was da steht, was da Jesus über Gott und seine Liebe zu uns aussagt. Er liebt so sehr, dass er nicht wartet, bis der Sohn an der Türe ist. So würde es sich ja für einen Patriarchen der damaligen Zeit gehören.

Nein, er „pfeift“ auf seine Würde und läuft dem verlorenen Sohn entgegen!

Wow, was für ein Gott!

Wow, was für ein Gott, der heute und hier in einem Augenblick, in dem man gar nicht damit rechnet, einen plötzlich durch einen Halbsatz der Bibel, so konkret ansprechen kann, dass einem in wahrsten Sinn des Wortes ein Licht aufgeht.

Diese kleine Episode ist keineswegs einzigartig. Ungezählten Menschen ging und geht es so, wenn sie sich auf die Suche nach Gott machen und dann die Bibel zur Hand nehmen und zu lesen beginnen.

Erst kürzlich erfuhr ich, wie Teresa Zukic, die skateboard-fahrende Ordensschwester, Kindermusical-Komponistin und Vortragsreisende, zum Glauben kam. Praktisch über Nacht mit einem Griff nach der Bibel. Sie war 18, in einem Sportinternat und rund um die Uhr auf Leistung getrimmt. Schließlich war sie hessische Meisterin am Schwebebalken und badische Meisterin im Mehrkampf. Sie war weder getauft, noch hatte sie irgendwas „mit Gott am Hut“. Eine Schulfreundin hatte ihr vor dem Abitur ein paar Bücher überlassen. Ganz oben auf dem Stapel lag eine Bibel. In einer Nacht im Jahr 1983, in der sie erkrankt im Bett lag, griff sie nach dem Stapel und was dann passierte schildert sie so: „Ich schlug die Bibel auf und was ich da gelesen habe, lässt mich bis heute nicht mehr los. Ich kann mich noch gut erinnern an den Satz aus der Bergpredigt: „Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen.“ Im Bruchteil von Sekunden war ich eine andere.“

Wow, was für ein Buch, das solch lebensverändernde Kraft entfalten kann! Nicht umsonst kommt der Autor von Psalm 119 zu dem Fazit: „Ich freue mich über dein Wort wie einer, der reiche Beute macht“ (Psalm 119, 162). Diese reiche (= fette) "Beute" wünsche ich auch Dir immer wieder und immer wieder neu! Teste es aus, greif zur Bibel. Sie steckt voller Überraschungen und hat lebensverändernde Kraft!

Herzliche Segensgrüße

Jürgen Knospe

Jürgen Knospe